Abdruck Ohr – Silikon

Posted by on Feb 25, 2010 in Prosthetics

Der Abdruck vom Ohr ist mit Silikon eine richtig einfache Angelegenheit. Binnen Minuten hat man den fertigen Abdruck und dieser muss dann nur noch ausgegossen werden.

Silikonform und Gipsabdruck © www.maskenbild.net

Die Veränderung von den Ohren ist eine tolle maskenbildnerische Arbeit, da man sehr viel bewirken kann. Denkt nur einmal an Spock, dessen Maske auch nur aus den Ohren bestand und natürlich dem Make-up. Aber heute dreht es sich um Prosthetics.

Für den Abdruck kam mein Trostpreis von der IMATS zum Zuge. Also habe ich mich meinem Zwei-Komponenten Silikon gewidmet. Das Wichtigste: Erst einmal die Gebrauchsanleitung lesen! Das mache ich eigentlich immer recht ungern, aber da Silikon eine kostspielige Angelegenheit ist habe ich ein paar Minuten investiert.

Waage, Silikon und Co. © www.maskenbild.net

Die Utensilien: Silikon, Waage, Holzspachtel, zwei kleine Becher und ein großer, sowie ein halbierter Becher für den Rahmen am Ohr und Watte.

Das Modell legt sich mit dem Kopf auf den Tisch, so dass das Ohr schön gerade ist. Um das Ohr kommt eine leichte Fettschicht, damit man die Haare schützen kann. Dann kommt der halbe Becher darauf. Der Gehörgang wird mit Watte verschlossen.

armes Modell :) © www.maskenbild.net

Mit der Waage habe ich exakt 50 Gramm pro Komponente abgewogen. Die beiden Komponenten werden dann miteinander verrührt und sofort in die Form auf das Ohr gegossen.

Jetzt bindet das Ganze ca. 15 Minuten ab. Danach zieht man die Silikonform vorsichtig vom Ohr des Modells. Das Modell sollte hier ein wenig mitarbeiten, so dass keine Schmerzen entstehen, schließlich weiß das Modell selbst wann die Schmerzgrenze erreicht ist, denn man muss schon ein bisschen ziehen um das Negativ, also den Abdruck, vom Ohr herunter zu bekommen.

Anschließend gießt man das Ganze mit Dentalgips aus. Hier ist es von Nöten einen kleinen Rahmen zu bauen, damit man eine schöne Modellierunterlage hat. Der Vorteil an Silikon ist, dass die Form sehr lange haltbar ist und man immer wieder Positive daraus machen kann und dass es sehr schnell geht. Ein Nachteil: der Kostenfaktor. Alginat ist zum Beispiel viel günstiger  und man kann gleiche Effekte erzielen, allerdings schrumpft es, so dass man den Abdruck höchstens ein oder zwei Mal benutzen kann.

mit Roma modelliert © www.maskenbild.net

Sobald das Positiv ausgehärtet ist, kann es aus der Silikonform genommen werden und es ist bereit zum Modellieren. Jetzt sind einem natürlich keine Grenzen in Sachen Kreativität gesetzt.

Ach ja: ehe ihr loslegt, solltet ihr das Silikon auf dem Handrücken eures Modells testen. Nicht dass noch allergische Reaktionen entstehen!

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