So die Ausbildung läuft, es sind noch 16 Monate ehe ich warhscheinlich dann so richtig Bammel vor der Gesellenprüfung bekomme. Nebenbei passiert so viel, dass ich es wahrscheinlich in 20 Artikel aufteilen könnte. Erstmal fang ich aber mit den neusten News an: Ich hab tatsächlich mal was gewonnen! Yeah!
Vergangenen Sonntag und Montag hab ich mich mit meinen Modellen auf dem Open Hair Festival in Hannover herumgetrieben. Grund waren zwei Wettbewerbe. Einmal ein Bodypainting Wettbewerb mit dem Thema “Iceworld” an dem jeder Friseur, egal ob in der Ausbildung, Geselle, oder Meister teilnehmen konnte. Und da hab ich dann den 3. Platz gemacht. Ich habe mich sehr, sehr gefreut. Und sogar Bild.de hat sich dafür interessiert und bei uns im Salon angerufen.
In der Nacht von Sonntag auf Montag hab ich mich dann auf meinen zweiten Wettbewerb vorbereitet. Zu gewinnen gab es das Goldene Niedersachsenross. Ein Wettbewerb bei dem es um eine Showfrisur für den Catwalk ging. Ich muss gestehen dass ich ziemlich unter Zeitnot stand (ja ja immer alles auf den letzten Drücker), und bin daher dann auch wie ein Zombi am nächsten Tag in Hannover aufgekreuzt.
In 40 Minuten sollte die Frisur gestaltet werden. Ich liebe ja historische Frisuren mit ihren vielen und vor allem großen Unterbauten und so hab ich mich entschieden einen echt großen Unterbau für meine Frisur zu basteln.
Die Leute auf der Messe haben das wohl noch nie gesehen und haben mich erstmal angeschaut als ob ich total einen an der Klatsche hätte . Naja das Resultat konnte sich auf jeden Fall sehen lassen und so hab ich doch dann tatsächlich das Ross mit nach Berlin nehmen dürfen.
Irgendwie bin ich ja schon ein bisschen stolz auf mich … aber wenn ihr mein Arbeitszimmer sehen könntet…
Ja ja die Zeit verrint wie im Fluge und jetzt sind bereits über drei Monate vergangen seitdem ich Anthony für sein Fotoshooting noch ein bisschen hübscher machen durfte. Die letzten Dienstage gucke ich ihn mir jetzt immer auf VOX an und rufe selbstverständlich fleißig für ihn an.
Das neue Popstars, DSDS, etc. bla bla Castingevent läuft in vollem Gange. X-Factor nennt sich das neue Format, welches viele bereits aus dem Ausland kennen. Leona Lewis, die britische Popqueen, welche bereits internationale Erfolge feiern durfte war die Gewinnerin aus der dritten Staffel in Großbritannien.
Bei uns ist das Alles noch ganz neu und daher wird auch ein riesen Hype um die ganze Sache gemacht, aber mal ehrlich die Kandidaten in den Liveshows sind auch wirklich gut.
Ich freue mich für Anthony, dass er einer der Wenigen ist, die uns jeden Dienstag Abend den Atem rauben dürfen mit ihren tollen Auftritten. Weiterhin drücke ich ihm selbstverständlich die Daumen.
Heute war es soweit, der Vertrag wurde unterschrieben. Ich bin total happy dass ich einen tollen Salon mit super netten Mitarbeitern und einer fantastischen Chefin gefunden habe. Alles läuft nach Plan!
Als ich damals mit der Ausbildung zur Maskenbildnerin angefangen habe hätte ich mir nie gedacht, dass ich noch eine Friseurausbildung im Anschluss machen werde. Doch in den letzten Tagen habe ich eine Entscheidung getroffen.
Ich muss sagen, dass Roland Krämer daran nicht ganz unbeteiligt war. Nebenbei habe ich ja im Schloßparktheater gearbeitet. Dort habe ich den Chefmaskenbildner Roland Krämer kennengelernt. Nach mehreren Gesprächen sind wir einmal auf das Thema Friseur gekommen. “Eileen hast du eigentlich auch Friseur gelernt? Das ist nämlich schon wichtig, wenn man einmal mehr vor hat zu erreichen als die ewige Maskenassistenz zu sein, und bedeutsamere Positionen oder Jobs anstrebt.” Hmmm ja, aber noch eine dreijährige Ausbildung dranhängen? Nein niemals. Also habe ich bei der Innung angerufen und die sagten mir, dass ich aufgrund des Abis und der Ausbildung zur Maskenbildnerin auf 1,5 Jahre verkürzen kann. Fantastisch!
Nachdem sich viele immer beschweren wie schwer es doch sei einen Ausbildungsplatz zu finden, habe ich ganz andere Erfahrungen gesammelt. Mein Ablauf: 1. Tag Stellenangebot gesucht, angerufen, Vorstellungsgespräch gehabt. 2. Tag Probearbeiten. 3. Tag Vertrag unterschrieben.
Jetzt muss ich mit meinem Vertrag nur noch zur Innung und mir eine Prüfungsnummer geben lassen, danach zur Schule um die Formalitäten für die Verkürzung und alles Weitere zu klären. Am 1. September geht es dann los. Ich freue mich jetzt schon auf die Gesellenprüfung 2012, denn dann darf ich mich neben der Maskenbildnerin auch noch Friseurin nennen. Mein persönliches Optimum ist es dann auch noch den Meister zu machen. Na mal gucken ob ich das schaffe, drückt mir die Daumen!
Letztes Jahr habe ich bei einem Musikvideodreh mitgewirkt. Die Band Loudog hat den Song “Gone” performt und zum Regiekonzept gehörte natürlich auch ein Maskenkonzept, welches ich entwickelt habe.
Die Szenerie war ein Zirkus, welcher am alten Postbahnhof in Berlin war. Die Drehzeit war am Frühjahr 2009, so dass es wirklich kalt war! Aber die Sänger und Darsteller haben alle super mitgearbeitet, so dass die Maske, also ich , nicht allzu viele Hürden zu bewältigen hatte.
Vorab habe ich natürlich meine Ideen zu Papier gebracht und die Maskenentwürfe an die Regie weitergegeben. Diese wurden dann abgesegnet und dann ging es los. Die zwei Hauptcharaktere waren am aufwändigsten, haben aber zugleich am meisten Spaß gemacht. Die Band ist wirklich cool, so dass es ein tolles Erlebnis für mich war. Tolle Leute, tolles Team und vor allem eine klasse Idee um sich kreativ entfalten zu können. Hier gehts zur Band.